Belgern ist ein kleiner Ortsteil unweit von Wurschen. Das Dorf ist landwirtschaftlich geprägt und wird südwestlich von der Belgernschanze, einem kleinen bewaldeten Schanzberg, und auf der anderen Seite vom Löbauer Wasser eingegrenzt.

Dominierendes Gebäude ist dort neben der Belgernmühle, das Haus Eben-Ezer, der Mittelpunkt einer dort ansässigen kirchlichen Gemeinschaft. Neubelgern ist ein kleiner Weiler, der mit ein paar Wohnhäusern rechts und links die Straße säumt, welcher auf die Bautzener Landstraße führt.

Die BAB4 ist eine natürliche Grenze zwischen Weißenberg und den Gemeinden im Norden des Landkreises. Nur der unmittelbar bei Weißenberg gelegene Feldkaiser, Wuischke und der Ort Cortnitz bilden eine Ausnahme und sind ebenfalls nördlich der Autobahn angesiedelt.

Cortnitz erreicht man durch eine Autobahnunterführung. Es ist ein kleiner ländlich geprägter Wohnstandort inmitten von Feldern und grenzt dann an die Gemarkung Baruth

Drehsa liegt am „westlichen Zipfel“ Weißenbergs. 260 Einwohner nennen das Dorf derzeit ihr Zuhause. Von hier aus lohnen sich ausgedehnte Spaziergänge durch die „Drehsaer Schweiz“. Vielleicht begegnen Sie dabei in einer Felsgrotte, der überlebensgroßen Sandsteinskulptur Siegfrieds aus der Nibelungensage. 

Auch im angrenzenden Schlosspark warten zwei alte Bekannte: die Skulpturen von Brunhilde und Wotan. Das Schloss Drehsa wurde aufwändig restauriert. Und auch das verfallene Rittergutensemble wird in den nächsten Jahren einer „Verschönerungskur“ unterzogen. Der bereits restaurierte ehemalige Wasserturm ergänzt heute als Aussichtsturm die Drehsaer Sehenswürdigkeiten.

Ein weiteres Highlight für Geschichtsinteressierte ist das liebevoll eingerichtete Heimatmuseum. Der Heimatverein Drehsa widmet sich maßgeblich der Pflege der Geschichte und des Kulturgutes in Drehsa und seiner schönen Umgebung. 

Erwähnenswert sei der Hinweis, dass in Drehsa jährlich im Herbst ein Kartoffelfest, organisiert durch den Heimatverein, stattfindet, welches jedes Mal viele Besucher aus der näheren und weiteren Umgebung anlockt.

www.drehsa-wurschen.de

Der kleine Weiler Feldkaiser liegt nördlich von Weißenberg, kurz hinter der Autobahnanschlussstelle und gehört von jeher zur Stadt Weißenberg. Der Feldkaiser hat 20 Einwohner. Feldkaiser verdankt seinen Namen einen Bauern namens "Kaiser", der sich im 18. Jahrhundert mitten in den Feldern ansiedelte.

Drei dieser ehemaligen Bauernhöfe sind auch heute noch bewohnt und durch den familiären Nachwuchs, und der damit verbundener Bautätigkeit, wird der Feldkaiser auch nicht aussterben. Der winzige Ort liegt nördlich von Weißenberg, kurz hinter der Autobahnanschlussstelle Weißenberg.

Im Nordwesten von Weißenberg befindet sich das Dorf Gröditz mit seinen ehemaligen Ortsteilen Weicha, Wuischke, Vorwerk und Cortnitz, welches rund 470 Einwohner zählt.

Für Gröditz gilt das Motto „klein, aber oho!“, denn jede Menge Sehenswürdigkeiten lohnen einen Besuch. Ein beliebter Anziehungspunkt ist zum Beispiel das Schloss und die schön hergerichtete Kirche, welche schon von weitem zu sehen ist. Das Schloss und der Schlosspark wurden umfangreich renoviert. Das sich unterhalb des Schlosses dahinschlängelnde „Löbauer Wasser“ wird zu beiden Seiten von einem naturbelassenen Auenwald umschlossen, der Gröditzer Skala.

Erholungssuchende, Spaziergänger und Pilger kommen hier auf Grund der Weitläufigkeit und der Ruhe der Gröditzer Skala auf ihre Kosten. 

Der Verein „pro-Gröditz e.V.“ widmet sich dem Erhalt des Schlosses und der Pflege großer Teile der Skala.

Grube, ein kleiner Ort mit nur wenigen Häusern an der Seite einer kleinen Landstraße gelegen, ist ein ruhiger und erholsamer Wohnort und führt von Nostitz bis in die alte, stillgelegte Mühle am Löbauer Wasser.

Auch hier führte bis 1972 eine Bahnlinie durch, und zwar die von Weißenberg in Richtung Löbau.

Der Ortsteil Kotitz mit seinen einst dazugehörenden Ortsteilen Särka und Lauske liegt südwestlich von Weißenberg. Der Knotenpunkt S111 (Richtung Bautzen) und S112 (Richtung Löbau) macht Kotitz gut erreichbar, ebenso eine Umgehungsstraße zur Autobahn. Der alte Ortskern von „Oberkotitz“ mit seiner Kirche liegt auf einem ca. 15m hohen Umlaufberg, welcher vom Kotitzer Wasser umflossen wird.

Außerdem befindet sich in Kotitz einer der größten Betriebe der Region, die Agrar-GmbH, die zahlreiche Flächen um Weißenberg bewirtschaftet.

Zwischen Kotitz und Särka gelegen ist der Ort Lauske, eigentlich ein geschichtsträchtiger Ort mit einem ehemals schönen Schloss, welches 1946 durch die Besatzer „geschliffen“ wurde.

Als Wohnort mit der malerisch gelegenen „Lausker Schanze“ und einer einst dort errichteten künstlichen Ruine ist Lauske sehr interessant.

Der vor wenigen Jahren gegründete Schlossgartenverein arbeitete die Geschichte von Lauske auf und veranstaltet jährlich beliebte Schlossgartenfeste.

Etwa drei Kilometer südöstlich von Weißenberg entfernt liegt Maltitz. Mit seinen 250 Einwohnern ein kleines und beschauliches Dorf. Zwischen Maltitz und Weißenberg liegt direkt an der Staatsstraße 111 das kleine Dörfchen Wasserkretscham.

Direkt am Löbauer Wasser befindet sich hier ein Sägewerk, das noch heute mit Wasserkraft betrieben wird. Wasserkretscham ist ein ganz besonderes Dorf: Es gehört zur Hälfte zum Landkreis Bautzen und ist Ortsteil von Maltitz – die andere Hälfte liegt im Landkreis Görlitz und ist Teil des Ortes Buchholz. Diese Begebenheit kann bis ins Jahr 1815 zurückverfolgt werden, denn schon damals verlief die sächsisch-preußische Grenze entlang der heutigen Kreisgrenze.

Ein besonderer Höhepunkt wartet jährlich am Pfingstwochenende auf viele Besucher in Nechern. Durch den Verein „Riegelmühle e. V.“ wird immer am Pfingstsonntag, zum Deutschen Mühlentag, historische Technik (hier das gut erhaltene und funktionstüchtige Zuppinger Wasserrad) den Besuchern aus Nah und Fern präsentiert.

Für Naturfreunde lädt auch das Teichgebiet um Nechern zum Wandern und Verweilen ein.

Nostitz befindet sich mit seinen ehemaligen Ortsteilen Grube und Spittel südlich von Weißenberg und hat knapp 300 Einwohner. Kleinere Betriebe prägen das landwirtschaftliche, beschauliche Dorfbild. Die herrliche Landschaft rund um Nostitz lädt zum Spazieren und Wandern an der frischen Luft ein.

Doch auch in Nostitz selbst gibt es allerhand Sehenswertes, zum Beispiel die neu sanierte evangelisch-lutherische Dorfkirche und die in unmittelbarer Nähe der Kirche befindliche Schlossruine.

Unweit der Schlossruine kann der Besucher das ehemalige Rittergut zu Nostitz mit Pferdestall besichtigen. Der nach 1813 erbaute Pferdestall ist mit seinen auf Granitsäulen ruhenden Kreuz- und Tonnengewölben ein architektonisches Merkmal der Region.

Der Heimatverein Nostitz e. V. hat sich genau diesen Pferdestall auf die Fahnen geschrieben und rekonstruierte diesen unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten mit viel Hingabe und persönlichem Einsatz. Mittlerweile ist aus dem ehemaligen Pferdestall ein kulturelles Zentrum mit Mehrzwecksaal, Vereinsräumen und Dauerausstellung entstanden.

Särka – ein kleiner landwirtschaftlich geprägter Wohnort unweit von Kotitz, wurde einst vom Rittergut geprägt, welches heute aber nur noch mit einem sanierungsbedürftigen ehemaligen Herrenhaus an die damalige Zeit erinnert. Ansonsten wohnt es sich ruhig und beschaulich in dem schönen kleinen Dorf.

Umweit von Särka entfernt, an der S112 gelegen, erhebt sich mit 264m Höhe der Stromberg, die höchste Erhebung von Weißenberg. Hier wurde früher Basalt abgebaut.

Heute steht der Stromberg unter Naturschutz. Die gesamte Trinkwasserversorgung für die Weißenberger Ortsteile erfolgt über einen in den 90’er Jahren auf dem Stromberg errichteten Hochbehälter, in dem das Trinkwasser, aus dem nördlichen Kreisgebiet kommend, gespeichert wird.

Der südlichste und zugleich mit rund 280m am „höchsten“ gelegene Ort Spittel wird auf südlicher Seite durch den Wohlaer Berg begrenzt. Nach Norden bietet sich ein traumhafter Blick in die unbebaute Heide- und Teichlandschaft.

Von der schönen Lage her und der beschaulichen Ruhe ist Spittel zum Wohnen äußerst attraktiv.

Der Ortsteil Weicha, übrigens früher zur Gemeinde Gröditz gehörend, hat sich in den letzten Jahren ein eigenes gutes Image aufgebaut. Durch die Initiative zweier ansässiger Vereine und landwirtschaftlicher Gewerbetreibender wird erfolgreich versucht, Weicha als „produzierendes Museumsdorf“ zu präsentieren.

Hoffeste, Dorffeste, Tag des offenen Dorfes – dies alles lockt alljährlich viele Besucher in diesen beschaulichen Ortsteil, umgeben von der Weichaer Skala, die ebenfalls als reizendes Fleckchen diese Beschaulichkeit ergänzt und zum Wandern einlädt.

Wuischke ist ein kleines beschauliches Dörfchen, an einer Strecke zwischen Weißenberg und Gröditz gelegen und befindet sich bereits nördlich der Autobahn A4.

Über das, an der ehemaligen Wuischker Mühle gelegene, stillgelegte Eisenbahnviadukt, fuhren von 1903, bis zur Stilllegung der Strecke Weißenberg-Radibor-Bautzen im Jahre 1972, Personen- und Güterzüge.

Das Viadukt überbrückt mit 10 Bögen auf 170m Länge das Tal, vom dem man in ein herrliches Naturgebiet, die Gröditzer Skala, gelangt. Entlang der ehemaligen Bahnlinie befinden sich noch die mit weißen Häusern bebauten Weiler Neuteich und Vorwerk.

Unmittelbar an der S111 Weißenberg-Bautzen befindet sich der Ortsteil Wurschen, der einstmals mit den Ortsteilen Nechern, Belgern und Neubelgern eine Einheitsgemeinde war. In den 552 Einwohnern starken Wurschen befindet sich ein altes „Wasserschloss“, das vor einigen Jahren von der gräflichen Familie Solms-Sonnenwalde, deren Vorfahren bereits in Wurschen lebten, erworben und saniert wurde.

Wurschen ist ein geschichtsträchtiger Ort, welcher in den napoleonischen Kriegen (Schlacht bei Wurschen 1813) heftig umkämpft war. Der in Wurschen ansässige Verein „Napoleonstraße 1813 e. V.“ widmet sich der Aufarbeitung dieser Geschichte.

Zudem befindet sich an der südlichen Seite des Ortes das attraktive Neubaugebiet „Am Kirschgarten“, welches die Möglichkeit bietet, aus verschiedenen großen und voll erschlossenen Parzellen einen Eigenheimstandort auszuwählen.